Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 26/06 vom 28.06.2006

Sex

Allein zu Hause Aus der Erotiksektion einer Tageszeitungspage: "Cora ist wieder einmal ganz alleine. Sie schlägt sich die Zeit tot, bis ihr Freund nach Hause kommt: durch einen heißen Strip, bei dem sie sich wie ein Kätzchen an den Spiegel schmiegt oder sich begeistert auf dem Bett räkelt." Dazu gab's ein Foto von einer stark bemalten Blondine mit dem Gesichtsausdruck einer Nachrichtensprecherin, die z.B. von einer zerstörerischen Mure im Mürztal zu berichten hat. So, ich mach das jetzt auch so wie die Cora. Bin gespannt, was mein Freund sagt, wenn er heimkommt und ich klebe nackert am Vorzimmerspiegel. "Ah - hallo, na wieder mal die Zeit totgeschlagen oder gibt es wo eine Naturkatastrophe?" "Ja, na ja, hab ein paar Einkäufe erledigt, da dachte ich mir: schon lange nicht am Spiegel gewesen." "Alles klar. Ich gehe dann mal wieder. Ich nehme an, du wirst dich dann später noch begeistert im Bett räkeln?" "Denke schon, man kommt ja selten dazu." "Sicher wegen dem zeitaufwendigen Make-up, was?" "Genau."

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Fussball

Häuslbauerdrama Der raubeinige GAK-Kapitän Anton Ehmann ist nach neunjähriger Vereinstreue vom Training suspendiert worden; Manager Peter Svetits hat ihm nahegelegt, sich einen neuen Club zu suchen. Hintergrund der Aktion ist natürlich Geld: Ehmanns Gehalt passt offenbar nicht zum Sparkurs der verschuldeten Grazer, der auch auf dem Spielfeld kompromisslose Kicker wollte es aber nicht freiwillig billiger geben. "Ich habe ein Haus gebaut und eine Internetplattform gegründet", erklärt Ehmann im Interview auf www.sport1.at. "Dadurch bin ich monatliche Verpflichtungen eingegangen, die ich nicht mehr erfüllen hätte können." Klingt plausibel. Und was lernen wir daraus? Fußballspieler sind Menschen wie du und ich: Egal, wie viel Geld sie verdienen, sie geben es aus. Irgendwie beruhigend. WOLFGANG KRALICEK


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