Halbzeitjause

Hopp Schwyz

Stadtleben | aus FALTER 26/06 vom 28.06.2006

Ich mochte sie, die Schweizer. Kompakt, taktisch hervorragend, mit sympathischen Einzelspielern, ließen sie Teams größerer Länder klein aussehen. Wehmütig betrachten wir unsere Partner, die uns bei der nächsten EM, die wir mit ihnen gemeinsam ausrichten, noch kleiner aussehen lassen werden, als wir ohnehin schon sind.

Ein Schweizer Snack scheint also höchst angebracht. Gleich fiel mir Betty Bossi ein, die geschäftstüchtige Schweizer Kochlady. Aus einem ihrer Kochbücher habe ich ein Rezept für Käsebiskuits herausgesucht. Schweiz ohne Käse geht nicht. Der Sbrinz ist ein nur in der Innerschweiz aus dem Milch von Braunvieh hergestellter, mindestens 18 Monate gelagerter Hartkäse. Zur Not lässt er sich durch Parmesan ersetzen. Sbrinzbrocken, aus dem ganzen Stück herausgebrochen (nicht geschnitten), sind wie Parmesanbröckchen übrigens ein hervorragender, unaufwendiger Snack. So wird's gemacht: Mehl, Backpulver, Salz, Zucker, Butter in einer Schüssel mit der Hand verreiben, bis alles krümelt. Butter klein schneiden, einmischen. Zuletzt Milch dazu, mit einer Teigkarte zu Teig machen. Nicht kneten! Teig zu zwei Stangen (Durchmesser ca. 4 cm) formen, in eine starke Folie (Gefrierbeutel) füllen, Folie glatt streichen, etwa 1 Stunde kühlen. In 5 mm dicke Scheiben schneiden, auf Backpapier nebeneinander legen, im auf 180 Grad vorgeheizten Ofen etwa 10 Minuten backen. Die Biskuits lassen sich abwandeln: Kümmel dazu, oder gehackte Pistazien oder Cayennepfeffer: mag man auch, wenn die Schweiz nicht mehr spielt. A. T.

An dieser Stelle zeigt Armin Thurnher schnelle Rezepte für schnelle Snacks aus einzelnen Nationen - was aber keine Präferenz bedeutet.


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