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Steiermark Politik | Otto Hochreiter | aus FALTER 27/06 vom 05.07.2006

GASTKOMMENTAR Eine Grazer Kunstuni darf sich nicht an überkommenen Akademiekonzepten der Vergangenheit orientieren.

Peter Pakesch hat im letzten Falter (26/06) indirekt vor einer allzu statischen, traditionellen Form einer Kunstuniversität gewarnt und von den Chancen einer temporären und leichten Institutionalisierung von bildender Kunstausbildung gesprochen. Und tatsächlich sollte eine universitäre Einrichtung für bildende Kunst in Graz sich nicht an Akademieformen aus dem Zeitalter Prinz Eugens, sondern an der heutigen ästhetischen Praxis und am sich rasant verändernden europäischen Hochschulraum orientieren. Die Legitimität einer neuen Grazer Kunstausbildungsinstitution erwächst zuallerletzt aus dem Umstand, dass nach ihrer Einrichtung die heimischen Begabungen die Stadt überhaupt nicht mehr verlassen müssten. Diese Vorstellung widerspricht dem Ziel des Bolognaprozesses der europäischen Hochschulen, die Mobilität der Studierenden und Lehrenden zu erhöhen - durch Anrechenbarkeit


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