Bürger am Biertisch

Steiermark Politik | Christian Maier Und Thomas Wolkinger | aus FALTER 27/06 vom 05.07.2006

ASYLHEIM Die Proteste in Puntigam zeigen, was passiert, wenn bezahlte Politiker ihre Arbeit besorgten Bürgern überlassen.

Die Puntigamer haben sich eine besondere Begrüßung einfallen lassen. Unmittelbar vor dem früheren Arbeiterwohnheim der Baufirma Ast haben die Bürger an den Fassaden der angrenzenden Vorstadthäuschen selbst gemachte Transparente befestigt: "Asylantenheim. Nein danke", werden die dreißig Männer lesen, die am Mittwoch ihr neues, von der Caritas renoviertes Zuhause in der Mitter Straße 47 beziehen werden (siehe Falter 22/06 und 24/06). Ob das ihr subjektives Sicherheitsgefühl erhöhen wird?

Verunsichert geben sich seit Bekanntwerden der Caritas-Pläne die Anrainer des neuen Heims, in einem toten Winkel des Bezirks gelegen, direkt an einem monströsen Kreisverkehr und einer Siedlung mit Spielplatz. Sie haben Angst vor Drogen, dem Sexualtrieb der Tschetschenen und Armenier und davor, dass ihre Grundstücke künftig nichts mehr wert sein werden. Daran änderte auch


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