Wahl und Schlamm

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 27/06 vom 05.07.2006

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Über Naturkatastrophen und politische Katastrophen: Wie rettet man die politische Öffentlichkeit?

Muss man in diesem Sommer immer noch von Politik reden? In einem Land, in dem man ohnehin zweimal hinschauen muss, will man zwischen Fastfood-und Politikerwerbung unterscheiden? Der Bundeskanzler hält den rotweißroten Schal hoch, der neue Chef der regierungsgestützten Regierungspartei BZÖ ebenso, einer wirbt für frische Fleischlaberln, der andere für ein eher streng riechendes Rabenbratl, es ist aber eh alles Wurst, sie werden angeblich beide demnächst wiedergewählt. Vizekanzler Westenthaler, den haben wir uns dann redlich verdient. Der braucht sich nicht mehr per Bildschirm in Diskussionsrunden einblenden zu lassen, der wird schon jetzt routinemäßig auf allen Kanälen durchgeschaltet.

Betrachtet man die Regierung und ihre politischen Freunde, kann man das Schauspiel nicht verstehen. Diese Leute wollen wiedergewählt werden? Wofür? Die österreichische Öffentlichkeit


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige