NEUE HAFTSTUDIE

Konservierung der Gefängnisse

Politik | aus FALTER 27/06 vom 05.07.2006

Seit den frühen Achtzigerjahren saßen nicht mehr so viele Menschen hinter Gitter wie heute. Das Wachstum der Gefängnispopulation von 1989 bis 1993 (von 5900 auf 7200 Personen im Jahresdurchschnitt) und seit 2000 (von 6900 auf 8800 Personen) wird ausschließlich von fremden Staatsbürgern bestritten. Eine Studie des Instituts für Rechts-und Kriminalsoziologie Wien befasste sich nun im Rahmen einer europaweiten Untersuchung mit der Behandlung von ausländischen Straftätern in Österreich. Der Falter bringt exklusiv eine Erstfassung dieses Papiers.

Im Schnitt fast 45 Prozent beträgt der Anteil nichtösterreichischer Staatsbürger in Österreichs Justizanstalten. Zuletzt handelte es sich zunehmend um Menschen aus Rumänien, Bulgarien und exsowjetischen Staaten sowie aus Westafrika. Die meisten dieser neuen Gruppen von Inhaftierten sind Asylwerber oder verfügen über keinen rechtmäßigen Aufenthaltsstatus. Ihnen werden vornehmlich Vermögensdelikte und Drogenhandel zur Last gelegt. Ausländer


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