Rudi Rastlos

Politik | Nina Weissensteiner | aus FALTER 27/06 vom 05.07.2006

ORTSTAFELN Nach mehr als fünf Jahrzehnten beseitigt Schwarz-Orange mithilfe der Roten den Kärntner Ortstafelstreit. Nur einer will immer noch nicht klein beigeben: Was treibt den berüchtigten Anwalt Rudi Vouk an?

Seit dem siebten Lebensjahr verfolgen ihn die Schilder. Im Herbst 1972 zog sein Vater, ein Lehrer aus dem Kärntner Nest Eberndorf, mit dem kleinen Rudi an der Hand los, um zu besichtigen, was der wütende Mob über Nacht angerichtet hatte: An jeder Ortseinfahrt waren die von Kanzler Bruno Kreisky verordneten Tafeln mit den slowenischen Aufschriften demoliert oder aus den Verankerungen gerissen. Station um Station postierte der Vater seinen Knirps vor der trostlosen Szenerie - dann schoss er Fotos. "Er war völlig außer sich", erinnert sich der Bub von damals heute. "Ihm blieb nur, den Ortstafelsturm zu dokumentieren."

Mit elf beobachtete das Kind den nächsten Eklat. Nach jahrelangem Streit um die Ortstafeln wollte die Regierung bei der anstehenden Volkszählung durch eine geheime


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