Kommentar

Ein Jahr Musikfonds: Alles leiwand?

Kultur | Gerhard Stöger | aus FALTER 27/06 vom 05.07.2006

Der als Initiative zur Stärkung des Kreativstandorts Österreich und zur Förderung von professionellen österreichischen Musikproduktionen geschaffene Musikfonds ist ein Jahr alt und sein Mitinitiator Franz Morak bei der zugehörigen Pressekonferenz zwar schlecht bei Stimme, ansonsten aber guter Dinge - und kaum jemand will dem Kunststaatssekretär seine Laune verderben.

Schließlich ist die bisherige Arbeit des Musikfonds durchaus positiv zu bewerten, obwohl dieser vorerst auf zwei Jahre befristete und mit insgesamt 600.000 Euro jährlich dotierte Fördertopf - 250.000 Euro steuert ein Zusammenschluss heimischer Branchenverbände und Verwertungsgesellschaften bei, der Rest kommt aus dem Kunstbudget - schon vor seiner Präsentation heftige Kritik hervorrief. Der Musiker und Branchenfunktionär Peter Vieweger kündigte ihn vorab als risikomindernde Unterstützung für heimische Produktionen österreichischer Major-Plattenfirmen an; man musste also eine reine Wirtschaftsförderung und gleichzeitig


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