INTERVIEW WOLFGANG WALDNER

"Ich bin kein Revolutionär"

Kultur | aus FALTER 27/06 vom 05.07.2006

Der Jurist Wolfgang Waldner, 52, leitete elf Jahre lang das Österreichische Kulturinstitut in New York, ehe er 1999 Manager der Museumsquartier Errichtungs-und BetriebsgesmbH wurde. Als solcher muss er die Einzelinteressen der zahlreichen Mieter auf dem Kulturareal berücksichtigen und gleichzeitig den gesamten Komplex nach außen vermitteln. Diesen Spagat bewältigt Waldner mit freundlicher Unerbittlichkeit.

Falter: Einige Direktoren wollten zum Thema "Fünf Jahre Museumsquartier" kein Statement abgeben. Heißt das, dass es Ihnen nicht gelungen ist, das MQ zu einer Marke zu machen, mit der sich alle identifizieren?

Wolfgang Waldner: Von außen besehen wirkt das MQ ohnehin kompakt. Den wenigsten Besuchern käme in den Sinn, dass das MQ keine Gesamtheit, also keine Marke wäre. Es ist ein Areal, das als großes Kulturzentrum und Stadtoase von Jahr zu Jahr immer beliebter geworden ist. Tatsächlich aber sind alle Institutionen im MQ inhaltlich und finanziell autonom und natürlich darauf bedacht,


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