Teurer Spaß

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 27/06 vom 05.07.2006

KABARETT Dem Wiener Kabarettlokal Vindobona droht das Ende. Dem Betreiber ist bei der Renovierung das Geld ausgegangen, die Stadt Wien will nicht mehr zahlen.

Wenn Wolfgang Gratzl einen Besucher durch seine Baustelle führt, wirkt er stolz wie jeder Häuslbauer. "Da ist der Eingang, da ist die Bar, da haben wir durchgebrochen, und da drüben ist die neue Lüftungsanlage." Noch ist von alldem kaum etwas zu sehen, die Umbauarbeiten sind ins Stocken geraten. Gratzl ist nämlich das Geld ausgegangen - auch das ein typisches Häuslbauerschicksal. Der Unterschied: Gratzl baut kein Einfamilienhaus, sondern ein Theater. Bei der Baustelle, auf der sich derzeit kein Arbeiter blicken lässt, handelt es sich um das Vindobona am Wallensteinplatz.

Seit vergangenem September wird umgebaut. Neben einer Sanierung der baufällig gewordenen Räumlichkeiten wird das Vindobona erweitert, unter anderem ist ein völlig neu gestalteter Restaurantbereich geplant. 2,1 Millionen Euro hat der Umbau bisher gekostet,


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