Der Architekturmönch

Thomas Prlic | Kultur | aus FALTER 27/06 vom 05.07.2006

ARCHITEKTUR Die Bauten von Josef PlecÇnik (1872-1957) passen in keine Stilschublade. Im Ringturm ist dem Werk des Slowenen eine Ausstellung gewidmet.

Es gab eine Zeit, da hatte man Josef PlecÇnik international fast vergessen, dabei hat der Mann wirklich jede Menge gebaut. In Wien etwa existieren immer noch sehenswerte Gebäude des Otto-Wagner-Schülers, und seine Planungen für Laibach prägen die slowenische Hauptstadt bis heute. Die meisten Werke des Architekten entstanden zwischen der Jahrhundertwende und dem Zweiten Weltkrieg. Danach brachen in Jugoslawien politisch neue Zeiten an, in denen PlecÇnik nicht mehr wirklich erwünscht war.

Mit ein Grund, warum der gebürtige Slowene nach seinem Tod 1957 zwischenzeitlich beinahe in Vergessenheit geraten war: Sein Werk ist nur schwer einzuordnen. PlecÇnik scherte sich zeitlebens wenig um die Moderne und orientierte sich stattdessen an den Formen der Antike. Sein bemerkenswert umfangreiches Gesamtwerk passt so kaum in gängige Stilschubladen.

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