"Ich bin 'ne Kartoffel"

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 27/06 vom 05.07.2006

MUSIK Der Hamburger Sänger und Rapper Jan Delay hat für sein neues Album "Mercedes-Dance" das Palästinensertuch abgelegt und die Tanzschuhe angezogen. So funky ist Deutschland.

Was der Mann anpackt, macht er ganz und mit Stil. Vor fünf Jahren zeigte sich Jan Delay auf seinem politischen Reggae-Album "Searching for the Jan Soul Rebels" in der Aufmachung des gewaltbereiten Demonstranten, 2006 präsentiert er sich anlässlich seiner neuen Funkplatte "Mercedes-Dance" auf den Konzertbühnen nur im feinsten Zwirn. Privat fühlt sich der dreißigjährige Hamburger aus Leidenschaft immer noch im HipHop-Look am wohlsten und präsentiert beim Fotoshooting vor dem Falter-Interview zeitlose Basketballfashion.

Dieser kurze Ausflug in den Modejournalismus soll nicht von fehlenden Inhalten ablenken. Im Gegenteil: Auch auf seinem zweiten Soloalbum nimmt der Beginner-Rapper wieder klare Haltungen ein. Und das mit Stil. Den Dogmatismus, der einem auf seinem Erstling etwas sauer aufstoßen konnte, hat Delay


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