Grüne Hölle

Stadtleben | Wolfgang Paterno | aus FALTER 27/06 vom 05.07.2006

STADTMENSCH Einst war der Schriftsteller und Übersetzer Wolfgang Fleischer der Sekretär von Heimito von Doderer. Heute baut er Schwimmteiche und züchtet Seerosen.

Geduld. Geduld ist das Zauberwort. Wolfgang Fleischer gebraucht dieses Wort häufig, um seine Sicht der Welt auszudrücken. Fasst Wolfgang Fleischer einen neuen Plan, ist viel Beharrlichkeit vonnöten. Mit 17 Jahren las er etwa den "Mann ohne Eigenschaften". Von einem Satz wurde er gebannt. Robert Musil schreibt auf Seite 131: "So lag in der Jugend das Leben noch wie ein unerschöpflicher Morgen vor ihnen, nach allen Seiten voll von Möglichkeiten und Nichts, und schon am Mittag ist mit einemmal etwas da, das beanspruchen darf, nun ihr Leben zu sein, und das ist im ganzen doch so überraschend, wie wenn eines Tages plötzlich ein Mensch dasitzt, mit dem man zwanzig Jahre lang korrespondiert hat, ohne ihn zu kennen, und man hat ihn sich ganz anders vorgestellt."

Heute ist Fleischer 63. Ein halbes Jahrhundert hat er über diese


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