Halbzeitjause

Bayernbulette

Stadtleben | aus FALTER 27/06 vom 05.07.2006

Kaum begonnen, ist schon wieder Schluss mit lustig. Die WM hat bald ihr Ende, die Halbzeitjause endet hier. Es muss nicht so sein, dass der zugehörige Snack das jeweilige Land nach Hause schickt; bei Asiaten und Schweizern hat sich's so ergeben, die Italiener spielten bei Redaktionsschluss noch. Gänzlich unverdächtig ist es also, ein Rezept für eine deutsche Bulette an dieser Stelle einzurücken. Oder, bayrisch gesagt: ein Fleischpflanzl. Das Rezept stammt vom Österreicher Eckart Witzigmann und sei dem Bayern mit dem poetischen Namen gewidmet, Bastian Schweinsteiger. Man braucht einen Fleischwolf, aber die Arbeit zahlt sich aus: Fleischlaberln extrafein. Mageres Kalb-und Schweinefleisch mit Schinken und Speck durch den Fleischwolf drehen. Milch wärmen, Semmelwürfel damit übergießen, ziehen lassen. Zwiebeln und Knoblauch klein würfeln, in Öl andünsten, Petersilie hacken und kurz mitdünsten. Abkühlen lassen. Faschierte Masse mit Brot, Zwiebeln, den zwei Eiern und den Gewürzen vermischen, durchkneten, nicht zu große und dicke Laibchen formen (etwa je 30 Gramm schwer), in einer Mischung aus Öl und Butter in der beschichteten Pfanne braten. Dazu ein Salat, ein gutes Schwarzbrot und einen ordentlichen Senf (ich empfehle Lustenauer Senf, erhältlich, wo es gute Vorarlberger Produkte gibt, z.B. bei Meinl am Graben). So ausgerüstet halten Sie jede Endspielpause durch. A. T.

An dieser Stelle zeigt Armin Thurnher schnelle Rezepte für schnelle Snacks aus einzelnen Nationen - was aber keine Präferenz bedeutet.


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