Kopfarbeit

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 28/06 vom 12.07.2006

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Ist es erlaubt, über Fußball nachzudenken? Oder sollen wir die Weltmeisterschaft gleich vergessen?

Die Superlative sind verbraucht, obwohl die Spiele bei der letzten Weltmeisterschaft meist besser waren. Die Schiedsrichter waren gleich schlecht. Italien ist Weltmeister, das muss wohl ab und zu so sein. Deutschland als Veranstaltungsort, das ist noch immer etwas Besonderes. Am Ende stand die Tragödie, der tragische Fall des Zinedine Zidane, der finale Kopfstoß. Es gibt also eine Menge zu besprechen. Den missglückten Versuch, Intellektuellen das Reden über Fußball zu verbieten, den kürzlich der als Chefredakteur verkleidete Flachsmeister Michael Fleischhacker in der Presse unternahm, wollen wir nonchalant ignorieren. Da steckt zwar etwas Richtiges drin: Das Vernünfteln über Fußball ist oft schwer erträglich. Andererseits mag ich Kritikverbote nicht, sie laufen stets nach dem Muster: Bilde, Künstler! Rede nicht! Oder: Wenn Joachim Kaiser nicht selber besser


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