Neuer Konservativismus

Michael Wimmer | Vorwort | aus FALTER 28/06 vom 12.07.2006

KOMMENTAR Österreichs Kulturpolitik hält wissenschaftliche Begleitung für entbehrlich und stellt den Kulturkonservativismus wieder her.

Klaus Bachler hat unlängst in einem profil-Interview ein anschauliches Bild vom aktuellen Zustand österreichischer Kulturpolitik geliefert. Im Mund des Burgtheaterdirektors erscheint Kulturpolitik heute weitgehend auf persönliche Befindlichkeiten, Unterstellungen, Ausgrenzungen, Loyalitäten und Eitelkeiten reduziert. Und auf den Stolz, dem Bundeskanzler noch nie die Hand geschüttelt zu haben.

Auch die Erinnerung an das Frühjahr 2000 ist inzwischen verblasst. Damals hat eine, ihrem eigenen Selbstverständnis nach, repolitisierte Kulturszene den Aufstand gegen Blau-Schwarz geprobt und glaubte, damit die gegen sie gerichteten politischen Verhältnisse zum Tanzen zu bringen. Doch dem war nicht so: Während der Parlamentspräsident Andreas Khol 2001, wie es in seinem Buch "Die Wende ist geglückt" nachzulesen ist, Kunststaatssekretär Franz Morak den

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