DOLM DER WOCHE

Gertrude Brinek

Politik | aus FALTER 28/06 vom 12.07.2006

Die ÖVP-Bildungssprecherin stellt sich das so vor: "Man sammelt im städtischen Bereich quer durch alle Nationen alle, die nicht genügend Deutsch können." Und schwupps geht's ab mit den Kleinen in die Ausländerklasse. Dort sollen Migrantenkinder, die noch nicht so gut Deutsch können, dann gefälligst unter ihresgleichen die hiesige Landessprache erlernen. Einem Volksschulkind einen Schulweg quer durch Wien zuzumuten, nur weil es die falsche Sprache spricht, ist die eine Sache. Man muss aber auch kein Sprachwissenschaftler sein, um zu wissen, dass die Burschen und Mädchen viel leichter die ihnen fremde Sprache lernen, wenn sie mit "Inländerkindern" zusammen sind. Und ganz abgesehen davon - wie können die Schwarzen eigentlich verlangen, dass sich Ausländer in Österreich integrieren sollen, wenn sie selbst sogar den zugereisten Nachwuchs vom ersten Schultag an ins Ausländerghetto stecken möchten?


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