"Aber doch nicht die!"

Politik | Christoph Thanei / Bratislava | aus FALTER 28/06 vom 12.07.2006

SLOWAKEI Seitdem der Linkspolitiker Fico mit der rechtsextremen Nationalpartei und der Volkspartei des umstrittenen Expremiers MecÇiar die neue Regierung gebildet hat, macht sich in der Slowakei Katerstimmung breit.

Ich habe keinen Grund gefunden, warum ich dieser Zusammensetzung der Regierung nicht zustimmen sollte", erklärte der slowakische Staatspräsident Ivan GasÇparovicÇ noch vor der Angelobung. Mit dieser Sicht ist GasÇparovicÇ allerdings einer von ziemlich wenigen nicht selbst zur Koalition gehörenden Politikern, die keine Vorbehalte gegen die vom Linkspolitiker Róbert Fico geführte neue Regierungsmannschaft der Slowakei haben. In der Bevölkerung macht sich schon Katerstimmung breit. Zwar gibt es auch jene, die sich darauf freuen, dass die Regierung "endlich wieder slowakisch ist", also ohne Beteiligung der Ungarn-Partei. Viel öfter aber bekommt man auf Fragen nach der neuen Regierung nur betretenes Schweigen oder Äußerungen wie "Die alte Regierung abwählen wollte ich


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