Die Kunst der Demolierer

Jan Tabor | Kultur | aus FALTER 28/06 vom 12.07.2006

BAUKASTEN Anmerkungen zur Architektur. Diesmal: ein aufschlussreiches Stadtloch am Donaukanal und eine vieldeutige Baumskulptur in Liesing.

In Paris gewesen. Den neuen Nouvel gesehen. Das Musée du Quai Branly, benannt nach dem Kai, der entlang der Esplanade des Invalides zum Eiffelturm führt. Hervorragende Lage. Wildes Denken. Ausgestellt werden hier die "arts premiers", die "ursprünglichen Künste", die früher, inkorrekt, "primitive Kunst" genannt wurden. Die Ursprünglichkeit der Kunst zu feiern ist Jean Nouvel großartig gelungen - durch die Verschmelzung von Architektur und Inhalt.

Das Museum ist ein 220 Meter langer Steg, auf dem wie auf einem Pult dreißig unterschiedlich große und farbige Kisten aufgestellt sind. Sie erinnern an einfache Hütten am Rand des Urwalds oder einer neuen Megapolis. Das Bauwerk ist ein Triumph engagierter Architektur. Vivat Jean Nouvel! Wir können uns glücklich schätzen. Er baut auch in Wien. An einem hervorragenden Ort. Am Donaukanal. Ein Developer-Ding:

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