Die Moral des Verlierens

Klaus Kastberger | Kultur | aus FALTER 28/06 vom 12.07.2006

LITERATUR Machoästhetik auf ihrem Höhepunkt: Curzio Malapartes Roman "Die Haut" von 1949 liegt in einer Neuübersetzung vor.

Er hieß eigentlich Kurt Erwin Suckert und hatte einen deutschen Vater. Darüber, wie der Autor zu seinem Pseudonym Curzio Malaparte kam, gibt es eine Anekdote, die zum Nettesten gehört, was sich über den martialischen Mann sagen lässt. Auf die Frage, warum er sich denn nicht Bonaparte genannt habe, soll er geantwortet haben: "Weil dieser Name schon vergeben war."

Berühmt ist das Haus, das sich Curzio Malaparte (1898-1957) Ende der Dreißigerjahre auf Capri bauen ließ. In Jean-Luc Godards Film "Die Verachtung" räkelt sich Brigitte Bardot auf der offenen Terrasse, zu der (ähnlich wie zu Wiens neuer Hauptbücherei am Gürtel) eine breite Treppenfront führt. Einige Jahre vorher soll Feldmarschall Rommel in der Villa Malaparte zu Gast gewesen sein: Auf die Frage des Nazis, ob Malaparte das Haus selbst entworfen oder nur gekauft habe, meinte dieser, das Haus sei

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