Kein Land in Sicht

Michael Pekler | Kultur | aus FALTER 28/06 vom 12.07.2006

FILM Wolfgang Petersen lässt mit dem Luxusdampfer-Drama "Poseidon" ein Remake eines Katastrophenklassikers vom Stapel laufen. Rette sich, wer kann.

Wolfgang Petersens "Poseidon" hält, wie die amerikanische Zeitschrift Entertainment Weekly akribisch gezählt hat, in diesem Sommer den bisherigen Rekord an Filmleichen. Im sogenannten Body-Count bringt es Petersens Desasterfilm auf exakt 3994 Tote: Neben einer verschwindend geringen Anzahl, die durch andere Todesarten ums Leben kommen, müssen beim Untergang des Luxuskreuzers genau 3972 Menschen ertrinken. So unsinnig das makabre Zahlenspiel auf den ersten Blick erscheinen mag, dient es doch jenen als Argument, die aufgrund des neuen Massensterbens auf der Leinwand bereits eine Rückkehr des Katastrophenfilmgenres kommen sehen. Als Beweise dafür werden neben "Poseidon" vor allem Paul Greengrass' Dokudrama "United 93" und Oliver Stones für September angekündigter Film "World Trade Center" geltend gemacht.

Doch während Greengrass und Stone

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