NEUE PLATTEN

Kultur | aus FALTER 28/06 vom 12.07.2006

KLASSIK

Kurt Weill: Sinfonien Nr. 1 & 2

Chandos/Gramola

Sechs wuchtige Akkorde, heftige Schläge, reibende Dissonanzen; dann einige nicht unpathetische Wendungen; und schließlich: utopische Harmonie. Schon aus Kurt Weills expressionistischer 1. Sinfonie (1921) lassen sich die Revolutionsträume des politisch wachen Busoni-Schülers unschwer heraushören - und die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen unter Antony Beaumont legt es mit ihrer kenntnisreichen Interpretation auch ganz darauf an. Was Weill aber bis heute musikalisch ausmacht, das wird erst in der 13 Jahre später im französischen Exil entstandenen 2. Sinfonie deutlich, in der sowohl der bekannte Songstil als auch Anspielungen auf die "Dreigroschenmusik" durchklingen. Irgendwie seltsam, dass der Komponist selbst keinerlei politische Ansprüche mit diesem Stück verband.

CARSTEN FASTNER

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