Kopfball

Maulhalten!

Extra | Andreas Kump | aus FALTER 28/06 vom 12.07.2006

Ist mir schlecht. Wie nach einer Packung Zitronenwafferln, wo man nach einem Viertel schon weiß, dass von Genuss nicht die Rede sein kann und jeder Ochs bereits genug hätte. Aber es wird weiter hineingestopft. Bis der Packungsboden erreicht und eine Entscheidung fällig ist: blanke Frustration oder Frustration plus Übelkeit? In meinem Fall bitte die Bonusvariante. Kein Wunder nach einer WM, bei der Außenseitersiege (Ghana, Elfenbeinküste) selten waren und sich kickende Besitzstandswahrer (Frankreich, Italien, Portugal) Richtung Halbfinale verwalteten, um sich dort über weiteste Phasen zu neutralisieren. Ein einziger Treffer, erzielt aus einem Elfmeter, in 180 regulären Halbfinalminuten spricht Bände. Aufregender war es nicht. Wären nicht die beherzt aufspielenden Aussies gewesen, deren Achtelfinalout mit diesem Skandalelfer für Italien besiegelt wurde, hätte ich die WM ohne innere Anteilnahme beendet. Denn was Sepp Blatter für "die beste WM aller Zeiten" hält, war über weiteste


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