Im Altstadtschatten

Steiermark Vorwort | Thomas Wolkinger | aus FALTER 29/06 vom 19.07.2006

Wenn du glaubst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Bäumchen her. Graz hat intakte Chancen, dereinst als die Stadt in die Geschichte einzugehen, in der die Pflanztherapie Gestalt angenommen hat. Kirschlorbeer am Hauptplatz und jetzt Bäumchen am Freiheitsplatz. Dort hat Bürgermeister Siegfried Nagl dem heftigen Anrainerwunsch nach mehr Natur Rechnung getragen und entgegen eines Gutachtens der Altstadtkommission (dafür mit Rückenwind der Kleinen Zeitung) ordentlich Bares für Grünzeug lockergemacht. Neueste Zahlen: 200.000 Euro kostet die derzeit laufende Bepflanzung des einzigen klassizistischen Platzensembles der Stadt mit zehn Feldahornen. Teuer. Aber schließlich musste ja - nachdem der Platz erst im Jahr 2004 um 100.000 Euro umgestaltet wurde - erneut in die historischen Schichten der Stadt gegraben werden, um sicherzustellen, dass das neue Wurzelwerk nichts Erhaltenswertes aus der Zeit Friedrichs III. zerstören würde.

Lustig: Während bestehende Grünflächen - zuletzt


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