Tier der Woche

Gott will es!

Stadtleben | Peter Iwaniewicz | aus FALTER 29/06 vom 19.07.2006

Problembär Bruno ist von uns gegangen. Genauer gesagt, gegangen worden, und offenbar wurden die vielen Gebete für seinen Erhalt nicht erhört. Bloß warum? Nur der kleine Heide von der Straße stellt sich da die Frage, ob man für Tiere beten kann und darf. Seit 1999 ist Andrew Linzey Professor für christliche Theologie und Tierschutz in Oxford und hat in dieser Funktion auch gleich ein Gebetbuch für Haustiere, im Original: "Animal Rites: Liturgies of Animal Care", herausgegeben. Darin findet man auch Anleitungen für komplette Trauerfeiern, Segnungen für das erkrankte Tiere und eben auch Gebete für unsere Hausfreunde. Offenbar starb Bruno mangels einer Übersetzung für den deutschen Sprachraum.

Können Tiere auch selbst beten, und hat Bruno, der randalierende Agnostiker unter den Braunbären, dies verabsäumt? Der Dichter Christian Morgenstern meint dies sehr wohl, in dem er schreibt: "Die Rehlein beten zur Nacht, hab Acht! Sie falten die kleinen Zehlein, die Rehlein."

Soll sein,


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