Eins für die Fundis

Vorwort | Raimund Löw | aus FALTER 29/06 vom 19.07.2006

Ausland Ohne historischen Kompromiss mit den Palästinensern kann Israel seinen Zweifrontenkrieg nicht gewinnen.

Hisbollah-Aktivisten führen westliche Journalisten gerne durch die vorbildlichen Spitäler, die von der "Partei Gottes" in den südlichen Stadtteilen Beiruts errichtet wurden. Heldenbilder jugendlicher Märtyrer, die im Kampf gegen Israel gefallen sind, und düstere Porträts iranischer Ayatollahs schmücken die Wände. Die medizinischen Geräte kommen aus den USA, finanziert werden sie vom Iran. Scheich Hassan Nasrallah, der unumstrittene Führer der libanesischen Schiiten, prahlt damit, an die 12.000 Katjuscha-Raketen seien im Südlibanon seit der Vertreibung der Israelis installiert worden, die meisten stammen ebenfalls aus Teheran. Der Hisbollah-Angriff auf eine israelische Patrouille im Grenzgebiet hat den ersten israelischen Zweifrontenkrieg gegen paramilitärische Gruppen ausgelöst.

Kein Wunder, dass die Verschwörungstheorien, die regelmäßig sprießen, wenn es im Nahen


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