Alpine Steueroase

Christian Felber | Vorwort | aus FALTER 29/06 vom 19.07.2006

Kommentar Die EU-Zinsrichtlinie ist löchrig wie Schweizer Käse, und sie scheitert am österreichischen Bankgeheimnis.

Aus dem Kleinen Walsertal wird berichtet, dass sonnenbebrillte Männer mit Koffern voll Geld einsickern, um dieses in Sicherheit zu bringen. Die Tiroler Gemeinde Jungholz liegt geografisch geradezu ideal für deutsche Steuerflüchtlinge. Sie müssen nur den Berghang nehmen, und schon sind sie im österreichischen Banken-und Steuerparadies. Laut Nationalbank bunkern am "Finanzplatz Österreich" mindestens dreißig Milliarden Euro von wohlhabenden Ausländern, in der Schweiz ein Vielfaches. Der Grund dafür, dass die Alpenstaaten lichtscheues Großkapital magnethaft anziehen: ihr strenges Bankgeheimnis.

Der Mehrheit der EU-Mitgliedsstaaten ist das Geldverstecken der Reichen schon länger ein Dorn im Auge, weshalb sie die sogenannte Zinsrichtlinie ins Leben riefen. Sie soll mit der Geheimniskrämerei Schluss machen und die Kapitaleinkommen von Kontoausländern automatisch an

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