BAWAG - Die Skandalchronik

Welcome to the Jungle

Politik | Gerald John | aus FALTER 29/06 vom 19.07.2006

Verjuxte Millionen, dubiose Stiftungen, abgefertigte Manager: Täglich prasseln auf Medienkonsumenten neue Meldungen zur Affäre um die Gewerkschaft und ihre Bank nieder. Wer soll da denn den Überblick bewahren? Für alle, die in den vergangenen Monaten den Faden verloren haben, ein Crashkurs in Sachen Bawag.

Am Beginn steht ein Geschäft unter Freunden: Im Herbst 1995 nimmt die Gewerkschaftsbank Bawag unter ihrem Generaldirektor Helmut Elsner riskante Spekulationsgeschäfte wieder auf, die sie auf Anordnung der Finanzbehörden erst eineinhalb Jahre zuvor einstellen musste. Geschäftspartner ist wie damals Wolfgang Flöttl, Sohn des ehemaligen Bawag-Bosses Walter Flöttl, der das ihm überantwortete Bankgeld in Steueroasen investiert. Der Aufsichtsrat, in dem auch Gewerkschaftsvertreter sitzen, nickt die Geschäfte ab.

Die "Karibikgeschäfte" floppen. Laut aktuellem Prüfbericht der Nationalbank (Mai 2006), den News im Wortlaut veröffentlichte, fressen die Spekulationen, die riskanten Wetten


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