"Keine armen Würstchen"

Politik | Matthias G. Bernold | aus FALTER 29/06 vom 19.07.2006

BAWAG Was Gewerkschaftsbanker jahrelang verknoteten, um ihre Verlustgeschäfte zu verbergen, entwirren jetzt die Strafverfolgungsbehörden. Einfach ist das nicht, denn die Verdächtigen sind reich und schlau.

Diese Leute schauen grimmig drein und folgen einem argwöhnisch mit ihren Blicken. Vor den verschlossenen Türen des Büros der Sonderkommission Bawag sitzen oder stehen sie in Reihe, um irgendwann aufgerufen zu werden. Der Eindruck, sie würden gleich von der Polizei in die Mangel genommen, täuscht. Denn die Wartenden sind nur hier, um sich den Führerschein abzuholen. Dass dies in unmittelbarer Nähe zur Soko geschieht, ist Folge der Raumnot. Weil im Bundeskriminalamt keine geeigneten Zimmer frei waren, mussten die 17 Ermittler der Sonderkommission ins benachbarte Verkehrsamt ausweichen. Wo sie jetzt den Zorn der In-der-Schlange-Steher täglich zu spüren bekommen. "Wenn wir mittagessen gehen, sind die auf uns angefressen. Die wissen natürlich nicht, dass ich mit dem Verkehrsamt


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