"Ich bin ein Zerrissener"

Kultur | Klaus Taschwer | aus FALTER 29/06 vom 19.07.2006

MUSIK Mit seinen Extremschrammeln hat er in den letzten drei Jahrzehnten das Wienerlied revolutioniert. Im "Falter"-Gespräch erklärt Roland Neuwirth, warum er zurück zum Landler-Groove will, beklagt den Verlust des Wiener Dialekts und verrät, was für ihn die größte Auszeichnung ist.

Weltberühmt in Wien. Das trifft auf viele Wiener zu, aber selten so sehr wie auf Roland Neuwirth. Ein paar gemeinsam mit ihm verbrachte Minuten im öffentlichen Raum der U-Bahn machen klar: Dieser Mann kann es in der Frequenz des Gegrüßtwerdens ohne weiteres mit dem amtierenden Bürgermeister oder dessen Vorgänger aufnehmen. Was der Vollbart-und Hutträger neben seinen musikalischen Fähigkeiten auch seiner televisionären Präsenz verdankt: Bei der ORF-Fernsehserie "Kaisermühlen-Blues" war Neuwirth nicht nur für einen Teil der Musik verantwortlich, sondern trat auch immer wieder als Darsteller seiner selbst in Erscheinung.

"Mittlerweile bin ich halt eine Figur und hab den Inventarstempel am Arsch",


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