Puppet Show

Kultur | Nicole Scheyerer | aus FALTER 29/06 vom 19.07.2006

KUNST Isa Genzken zeigt in der Secession ihre neueste Serie von Skulpturen. Krieg und Medien werden ebenso angesprochen wie künstlerische Fragen.

Viel wurde schon geschrieben über die hohe Eigenständigkeit und radikalen Brüche, die das bildhauerische Werk von Isa Genzken kennzeichnen. Ende der Siebzigerjahre, als in der deutschen Kunstszene Skulptur nur eine sehr periphere Rolle spielte, nahm die Künstlerin mit großen bemalten Holzobjekten eine abwegige Position ein. Und so wie Genzkens hochelegante "Ellipsoide" und "Hyperbolos" damals überraschten, frappierte die 1948 geborene Künstlerin zuletzt mit greller Installationskunst, wie sie jetzt in der Secession zu sehen ist.

Wenn sich eine Konstante durch Genkzens Arbeiten der letzten dreißig Jahre zieht, dann ist es die Leidenschaft für Architektur. So wählte sie etwa für grobschlächtige Betonobjekte den Baustoff und die Formen der architektonischen Moderne. Außerdem wandte sich die früh erfolgreiche Künstlerin immer wieder


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