Wienzeug

Politik | aus FALTER 29/06 vom 19.07.2006

Besserer Schutz Laut Schätzungen gibt es in Wien rund 7000 ausländische Frauen, die aus ihren Heimatländern gelockt wurden, um hier zur Prostitution gezwungen zu werden. Die meisten Opfer von Menschenhandel kommen aus Rumänien, Moldawien, der Ukraine oder aus afrikanischen Staaten. SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim und die rote Bundesfrauengeschäftsführerin Bettina Stadlbauer forderten vergangene Woche mehr Schutz für die Betroffenen: Medizinische Hilfe erhalten diese Frauen derzeit bloß von freiwilligen Ärzten, die beiden Abgeordneten bestehen auf einer Krankenversicherung für alle Opfer sowie einer "dreißigtägigen Stabilitätsfrist", während der sie im Land bleiben dürfen und nicht gezwungen werden können, gegen ihre Peiniger auszusagen. Stadlbauer: "Nach dieser Zeit wäre die Bereitschaft der Frauen, mit den Behörden zusammenzuarbeiten, sicherlich viel höher."

Längere Wartezeiten Wer vor dem Urlaub noch schnell einen neuen Pass braucht, sollte seinen Antrag sicherheitshalber zwei Wochen vor Reiseantritt beim zuständigen Bezirksamt einbringen. Aufgrund des großen Andrangs kann die Staatsdruckerei derzeit die übliche Zustelldauer von fünf Werktagen nicht einhalten, das Passservice des Magistrats gibt telefonisch Auskunft über die aktuellen Wartezeiten.

Infos und Telefonnummern der Bezirksämter unter www.wien.gv.at/ma62/passservice

Schlauer Ratgeber Ein Leitfaden für Migranten und Flüchtlinge erscheint in zweiter Auflage: In dem Buch "Fremdenrecht" steht alles Wissenswerte über die Einreise nach Österreich bis hin zur Einbürgerung, im aktuellen Band sind auch das Fremdenrechtspaket 2005 und die Staatsbürgerschaftsnovelle eingearbeitet.

Sebastian Schumacher / Johannes Peyrl: Fremdenrecht. Asyl, Ausländerbeschäftigung, Einbürgerung, Einwanderung, Verwaltungsverfahren. Wien 2006 (ÖGB). 404 S., E 21,-


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