Liebe Leserin, lieber Leser!


Klaus Nüchtern
Vorwort | aus FALTER 30/06 vom 26.07.2006

Man sage, was man will, aber dieser geschmacklose meteorologische Schabernack, der heuer als Sommer posiert, hat auch sein Gutes: Schwallschwitzend kehrt man an seinen Arbeitsplatz zurück, sieht verstört auf die von den Wänden rinnenden Alurahmen der Bilder, mithilfe derer man ein wenig Privatatmosphäre in der Schreibstube verbreiten wollte, und stellt dann erleichtert fest, dass sich ein immerhin fünf Wochen altes Postproblem qua Selbstentzündung von selbst gelöst hat. Arbeiten freilich kann man so nicht. Geht nicht. Es ist. Viel. Zu. Heiß. Selbst zum Urlauben. Christopher Wurmdobler zum Beispiel hätte an sich Urlaub, hängt aber ständig in der Redaktion rum und rinnt in seine Tastatur. Martina Stemmer sieht es. Kann aber auch nichts machen. Schreibt stattdessen mit Thomas Prlic´ über Wien. Wo Wien woanders ist. Japan zum Beispiel oder New York. Dabei ist Wien Mumbay. Die Idee geht auf die zu Recht sehr beliebte Fotoserie von Katharina Gossow zurück, die den Stadtleben-Aufmacher

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