Die Klimakatastrophe


Armin Thurnher
Vorwort | aus FALTER 30/06 vom 26.07.2006

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Es wird immer heißer, und auch sonst ändert sich manches. Offen bleibt meistens die Schuldfrage.

Wie geht es uns? Es geht uns prächtig. Wir kennen uns aus. Die große Hitze zum Beispiel: menschengemacht, keine Frage. Sagt der Standard auf seiner Titelseite letzten Freitag. "Experten: Hitze hausgemacht" steht da als Schlagzeile. Am gleichen Tag erschien die Süddeutsche Zeitung, deren Verlag 49 Prozent am Standard hält. Dort war auf der Titelseite zu lesen: "Wissenschaftler betonen, dass eine einzelne Hitzeperiode nicht als Beleg für den globalen Klimawandel gesehen werden darf." So geht es alle Tage. Der Mensch braucht Bösewichte, Verursacher, Vögel, die er an den Galgen hängen kann für das, was sie angerichtet haben sollen. Vermutlich stecken Allmachtsfantasien dahinter, dass der Mensch die Schuld an allem Übel sich selber zuschreibt. Oder ist es bloß eine unsolide katholische Erziehung mit zugehöriger Neigung zur Selbstbezichtigung? Und immer bleibt

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