Drohen mit Phönix

Politik | Marcel Tafelmaier | aus FALTER 30/06 vom 26.07.2006

ARBEITSLOSE Trotz Verbot durch ein Urteil in höchster Instanz zwingen Berater des Arbeitsmarktservice Arbeitslose in ein umstrittenes Programm.

Sie tauschen sich über Internetforen und Websites aus. Arbeitslose, die auf das Arbeitsmarktservice (AMS) sauer sind. So schreibt "Anonym" am 29. Juni 2006 in das Gästebuch von www.soned.at: "Ich war heute beim AMS. Ich bat meine Betreuerin, mich aus dem Kurs Phönix zu nehmen. Sie meinte, dass die Teilnahme Pflicht ist. Ich fragte, ob sie sich sicher ist, dass ich hingehen muss. Sie meinte ja, sonst gibt's kein Geld."

Immer wieder taucht der Name "Phönix" auf. Bei diesem Projekt schiebt das AMS unter Androhung von Sanktionen die Problemfälle an private Unternehmen ab, die mit entmündigenden Methoden und extremem Druck versuchen, die Arbeitslosen wieder ins Erwerbsleben einzugliedern. Zielgruppe von Phönix sind etwa 1700 Wiener. "Es handelt sich um schwerst vermittelbare Langzeitarbeitslose. Die sind teilweise schon zehn bis zwanzig Jahre ohne


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige