FERNSEHEN

Medien | Julia Ortner | aus FALTER 30/06 vom 26.07.2006

Gegen ihn sind Hobby-Kautionsjäger wie einst der lustige Lee Majors in "Ein Colt für alle Fälle" Lulus. Jetzt kommt Duane "Dog" Chapman, ein US-Prolo wie aus dem Bilderbuch. Dafür hat der Mann samt seiner manierlosen Sippe seine eigene Dokusoap "Dog" (RTL 2, Mo, 23.15 Uhr), in der er Verbrecher und arme Freaks durch die halbe Welt hetzt. Das ganze Format ist dermaßen tief, da kann man nur sagen: Alle Achtung, die genieren sich echt für nichts. Selten sah man den amerikanischen white trash so real gezeichnet. Dog, seine Gattin und die zwölf Kinder führen ein solides typisch amerikanisches Leben zwischen Prügeleien mit Junkies und Messerstechereien mit Dealern. Sie sind blondiert, bodygebuildet, bewaffnet und zwängen sich in schwarzes Leder. Ein mittelständisches Familienunternehmen quasi, der Kopfgeldjäger mit der Vokuhila-Frisur geht gemeinsam mit Frau Beth, Sohn Leland, Blutsbruder Tim Youngblood und seinem Neffen Justin auf Verbrecherjagd. Aber alles schön christlich, denn als Dog selbst fünf Jahre im Knast abgebrummt hat, fand er dort wohin? Zu Gott, eh klar.


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