"Etwas wird passieren"

Kultur | Gerhard Stöger | aus FALTER 30/06 vom 26.07.2006

MUSIK Die Hamburger Diskurspopper Kante überraschen auf ihrem neuen Album "Die Tiere sind unruhig" mit lauten Stromgitarren. Sänger Peter Thiessen und Schlagzeuger Sebastian Vogel sprachen mit dem "Falter" über Bananen in der Unterhose, das Tier im deutschen Pop und besoffene Deutschlandfans.

This record should be played loud" steht groß im Booklet des neuen Kante-Albums "Die Tiere sind unruhig". Für Rockplatten ist das an sich nichts Ungewöhnliches, beim Hamburger Diskurspopquintett aber kommt der Hinweis doch überraschend: Seit ihrem von der Nachdenklichkeit des Postrock geprägten Debüt "Zwischen den Orten" (1997) stehen Kante für ebenso ausgefuchste wie spannende Musik; laute Stromgitarren waren kaum je ihre Sache. Stichwortgeber für ihre jeweils in mehrjähriger Arbeit entstandenen Alben "Zweilicht" (2001) und "Zombi" (2004) waren Jazzfreigeister wie Sun Ra, der große Avantgardepopeinzelgänger Robert Wyatt, die Popkonzeptualisten Talk Talk oder die Rhythmik afrikanischer


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