DEUTSCHPOP HEUTE

Mittelmaß als harter Kern

Gerhard Stöger | Kultur | aus FALTER 30/06 vom 26.07.2006

Stephan Remmler veröffentlicht dieser Tage eine neue Platte und erinnert damit unter anderem daran, dass das legendäre Debüt seiner Band Trio heuer genau ein Vierteljahrhundert alt wird. Geradezu exemplarisch markierte Trio einst den Übergang aufregender deutscher Punk-und New-Wave-Spielarten zum kollektiven Rausch und Kater der Neuen Deutschen Welle (NDW); vom minimalistischen Art-Rock-Geniestreich ihres Debüts zu den stumpfen Bierzeltschlagern der Folgejahre war es nur ein kleiner Schritt. Während sich die NDW nach einer kurzen kommerziellen Blüte von selbst erledigt hat, geht es der sogenannten neuen Neuen Deutschen Welle um Bands wie Wir Sind Helden, Juli, Silbermond oder Mia nach wie vor bestens - und selbst für die allerjüngsten Musikhörer hat sich die Musikindustrie mit Tokio Hotel und den niedlichen Kinderpunks Killerpilze schon die passende Portion Deutschpop ausgedacht.

Die lange Zeit verpönte Muttersprache gehört im deutschen Pop seit der Jahrtausendwende ebenso zur

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