Nacht ohne Grenzen

Kultur | Ulli Moschen | aus FALTER 30/06 vom 26.07.2006

PERFORMANCE Die Wiener Performerin Barbara Kraus inszeniert bei Impulstanz einen Abend, an dem sämtliche gültige Theaterregeln gebrochen werden.

Nach dem Erwerb einer Karte wartet man im Foyer mit anderen gut gekleideten Mitstreitern nett plaudernd, bis eine unsichtbare Macht die Türen öffnet und in den Zuschauerraum Einlass gewährt. Anschließend verfolgt man mehr oder weniger reglos das Geschehen auf der Bühne. Soweit der Ablauf einer herkömmlichen Tanz-oder Theatervorstellung. Mit dem Schlachtruf "Fuck all that shit!" lädt die Wiener Choreografin Barbara Kraus, 40, beim Festival Impulstanz dazu ein, auf diesen geregelten Ablauf zu pfeifen und - gemeinsam mit einem achtzigköpfigen Ensemble und Fritz Ostermayer als Ein-Mann-Punkband - die Konventionen zeitgenössischer Theaterproduktionen aus den Angeln zu heben.

Da kann es dann schon passieren, dass die Pressebetreuerin statt nett zu lächeln in unkontrollierte Zuckungen verfällt, die nächststehende Zuschauerin plötzlich die


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