Hausbesorgnis

Stadtleben | Nicola Löwenstein | aus FALTER 30/06 vom 26.07.2006

HAUSBESETZER Seit sechzehn Jahren besetzen Anarchos das EKH - und werden dort wohl noch ein paar weitere Jahre mietfrei wohnen.

Das Schild Wielandgasse 2 hängt schief. Das fällt hier aber nicht weiter auf, denn die Hausmauern des Ernst-Kirchweger-Hauses (EKH) in Favoriten sind mit Plakaten zugepflastert, der Putz bröckelt ab, Fensterrahmen sind teilweise herausgebrochen. Als 1990 Aktivisten der Wiener Autonomenszene das Haus besetzten, gehörte es der KPÖ. Sechzehn Jahre später beschreiben die Bewohner "ihr" EKH als "soziales, politisches und kulturelles Zentrum, das ein autonomes, vielfältiges und undogmatisch-linkes Gesamtprojekt darstellt". Mehrere Musik-, Kultur-und Antirassismusgruppierungen haben sich hier eingenistet. Die Betriebskosten übernimmt man zwar selbst, Miete zahlt man für den Unterschlupf aber keine. Im Oktober 2004 verkauften die Kommunisten das mittlerweile marode Haus um kolportierte 600.000 Euro an einen privaten Geschäftsmann.

Damit begann für die Anarchos


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