Testgebiet für die Avantgarde

Helmut Bast | Steiermark Kultur | aus FALTER 31/06 vom 02.08.2006

LITERATUR Ein unverzichtbares Organ der Avantgarde will die Literaturzeitschrift "perspektive" sein. Auch mit ihrer neuen "revue nach neunundvierzig nummern".

Als Avantgarde im heutigen Literaturbetrieb hat man es schwer. Impliziert Avantgarde, wie der Begriff vom perspektive-Kollektiv verstanden wird, die Kritik am ansonsten "störungsfreien" Literaturbetrieb, hat man es doppelt schwer und agiert relativ isoliert vom etablierten Betrieb. Auch das macht perspektive innerhalb der deutschsprachigen Literaturzeitschriften zu einer einsamen Ausnahmeerscheinung. Konzepte von Avantgarde im Feld der Literatur neu zu beleben ist - wenn auch durch geografisch verteilte Redaktionssitze "dezentral" gesteuert - zentrales Anliegen der perspektive-Herausgeber Helmut Schranz (Graz/Wien), Ralf B. Korte, Florian Neuner (beide Berlin) und Robert Steinle (Salzburg/Budapest).

Die 320 Seiten starke "revue" bietet nicht nur eine Reihe von literarischen Texten verschiedener Autoren, sondern zeichnet auch die wechselvolle

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