Staat oder privat?

Vorwort | Gerald Matt | aus FALTER 31/06 vom 02.08.2006

KOMMENTAR Randnotizen zu einem immergrünen Thema der Kunstszene und Antwort auf eine Polemik von Francesca Habsburg.

Vor einigen Wochen ließ es sich "die Kaiserin der modernen Kunst" (News 25/06), Francesca Habsburg, nicht nehmen, ein paar grundlegende Ansichten zur österreichischen Kunst-und Museumspolitik kundzutun. Die wahre Avantgarde fände heute in der Provinz statt, während in Wien mit Ausstellungen wie "Superstars" oder "Summer of Love", die die Kunsthalle ausgerichtet hat, "nur ein Massenpublikum" bedient würde. Ob dem so ist oder ob es sich bei den genannten Ausstellungen, im Gegenteil, um sorgfältig kuratierte Präsentationen handelt, in denen zentrale zivilisatorische Phänomene der Gegenwart und historische Bildprogramme der Gegenkultur unter künstlerischen Aspekten zur Diskussion gestellt werden, kann das Publikum zum Glück selbst entscheiden.

Interessant an der Attacke ist, dass hier die Galionsfigur einer privaten Kunststiftung (TBA 21) eine öffentliche Institution


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