Macht Mück die Fliege?

Medien | Gerald John Und Nina Weissensteiner | aus FALTER 31/06 vom 02.08.2006

ORF Eine Sonderkommission untersuchte die Praktiken des umstrittenen Werner Mück. Der ORF-Chefredakteur fühlt sich entlastet, doch nun legen seine Kritiker nach. In zwei Wochen entscheidet sich Mücks Schicksal.

Es war Werner Mücks erste Tat: Der bekennende Bürgerliche war noch nicht als Chefredakteur angetreten, da reklamierte er in einen Beitrag über den Ersten Mai den Hinweis hinein, dass dieser "für die meisten Menschen ein willkommener Ausflugsanlass sei und keine politische Bedeutung" habe. Ein Nadelstich gegen die Oppositionspartei SPÖ, denn schließlich geht es um den heiligen Festtag der Arbeiterbewegung. Die zuständige ORF-Journalistin fasste Mücks Ansinnen als bisher nicht erlebten Eingriff in die vom Redakteursstatut garantierte Gestaltungsfreiheit auf. Ihr neuer Boss argumentierte: "Ich bin ab morgen Chefredakteur und möchte, dass wir die Erste-Mai-Berichterstattung grundsätzlich überdenken."

Dokumentiert hat den Fall jene Sonderkommission des ORF, die sich im vergangenen


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