Es darf gelacht werden

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 31/06 vom 02.08.2006

THEATER Komödien von Nestroy und Molière, Begegnungen mit Martin Kusej und Christoph Schlingensief: ein Besuch bei den Salzburger Festspielen, wo heuer nicht nur Mozart auf dem Programm steht.

Wenn es um die möglichst lukrative Verbindung von Kunst und Geld geht, macht den Salzburger Festspielen an sich keiner was vor. In der katholischen Kirche aber haben sie diesen Sommer ihren Meister gefunden. Auf einem derzeit wegen Renovierung eingerüsteten Turm des Salzburger Doms wird für die noble Schreibwarenfirma Montblanc geworben. Dass Kirchenfassaden als Werbeflächen genutzt werden, ist - siehe Stephansdom - nichts Ungewöhnliches mehr. In diesem Fall aber läuteten zu den Kirchen-auch noch die Alarmglocken: Seit mehr als achtzig Jahren wird vor dem Salzburger Dom der "Jedermann" gegeben, und ein Reklametransparent auf dem Bühnenbild ging sogar den Festspielen zu weit. Man einigte sich auf einen Kompromiss: Die Montblanc-Verkleidung bleibt, sie wird während den "Jedermann"-Vorstellungen


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