STREIFENWEISE

Kultur | J. Schätz / M. Omasta | aus FALTER 31/06 vom 02.08.2006

Kurz vor Superman kommt diese Woche ein anderes Findelkind aus einer vergangenen Medienlandschaft generalüberholt ins Kino: Das Urmel, ein putziges Missing Link zwischen Dinosaurier und Säugetier, war bereits Hauptfigur einer Puppenanimations-, einer Zeichentrick-und einer Sat.1-Comedy-Serie, seit es 1969 in einer beliebten Kinderbuchreihe aus dem Ei geschlüpft ist. Jetzt gibt es die milden pädagogischen Abenteuer der sprechenden Tiere der Insel Titiwu als computeranimierten Kinofilm made in Germany. Optisch erinnert "Urmel aus dem Eis" eher an die Saturn-Werbespots mit Kanzler Figl und Kaiserin Sisi als an die US-amerikanische Kinokonkurrenz. Am Anfang steht eine Anspielung auf "Jurassic Park" und am Ende die seit "Shrek" obligatorische Disco-Tanznummer, dazwischen aber ist der Film weitgehend frei von den mehr oder minder gewieften Pop-und Kinozitaten, mit denen die einschlägigen Produktionen von DreamWorks und Pixar den Eltern die Zeit verkürzen. Für Menschen über zehn mag das


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