Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 31/06 vom 02.08.2006

SEX

Danach Nichtraucher sind in jeder Situation bei lebendigem Leibe dauernd sie selber, ohne sich einen gewissen emotionalen Abstand erqualmen zu können. Das ist ein hartes Los. Einer der schwierigsten Verluste als Neoexraucherin ist u.a. die fehlende Fluffe danach. Sie ist ein landläufig bekanntes Entbindungsritual, um einen gewissen "Hallo, ich bin's nur!"-Zustand wiederherzustellen. Was also tun? Mir wollen keine Kompensationsvorschläge einfallen: das postkoitale gemeinsame Obstessen wird sich nicht durchsetzen. Der Schnaps danach riecht nach Problemverlagerung. Das Buch danach ist asozial, wobei, das habe ich schon einmal gebracht - zehn Tage Urlaub, zwölf Bücher. Und nix danach ist zu arg, das ist zu realistisch. Eine Bekannte riet mir, an wen anderen zu denken, gleich danach, als psychologische Abgrenzung. Schlechter Plan, wie es mein missgünstiges Unterbewusstsein wollte, schob es mir Kurt Waldheim ins Gehirn. Rauche also wieder Kette und bin daher wieder gut gelaunt und hinreißend.

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Underground-Stars Nach der T-Mobile-Bundesliga hat nun auch die Red Zac Erste Liga den Spielbetrieb aufgenommen. In den Kaderlisten der zweithöchsten Spielklasse finden sich zwischen viel jungem Gemüse auch Namen, bei denen Kenner mit der Zunge schnalzen. Der geniale Burgenländer Enrico Kulovits etwa (zuletzt Mattersburg) zaubert jetzt für den FC Lustenau, während Lokalrivale Austria Lustenau sich die Dienste des Ländle-Dribblanskis Dietmar Berchtold (zuletzt Ried) gesichert hat. Der einst bei der Wiener Austria engagierte Wolfgang Hopfer wechselte von Kapfenberg zu Hartberg, und St.-Pölten-Bomber Helmut Prenner, der ein Jahr bei Rapid im Kader war, stürmt jetzt für Parndorf. Die Red Zac Liga ist ein Reservat für sogenannte "ewige" Talente, die es nie ganz geschafft haben. Allein deshalb ist sie mir sehr sympathisch. WOLFGANG KRALICEK


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