WIEDER AM MARKT

Apricalypse now

Stadtleben | aus FALTER 31/06 vom 02.08.2006

Die Blüte, die heikle, verlief fantastisch. Dann gab's genug Wasser und dann auch noch genug Wärme. Mit dem Effekt, dass wir heuer das beste Wachauer Marillenjahr seit äußerst langer Zeit haben, dass sich die Bäume biegen und dass die Wahrscheinlichkeit, unter der Bezeichnung "Wachauer Marillen" auch wirklich solche zu bekommen (der Nachweis ist schwierig), relativ groß ist. Freilich sind da nicht wenige, die behaupten, dass die burgenländischen besser und die steirischen Marillen mindestens so gut seien. Das ist allerdings unwahrscheinlich, denn das Wachauer Klima trägt einfach zur besonders guten Aromaentwicklung bei, außerdem besitzt die Wachauer Marille eine geschützte Ursprungsbezeichnung, und überhaupt ist sie Kult. Na also. Was tun damit? Sacht in Riesling und Rohrzucker dünsten, pfeffern, mit Ingwer-Vanille-Eis servieren.

Wachauer Marillen, um E 3,80/kg, bei Kuczera, 4., Naschmarkt 374-376.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige