Karin Gastinger im Interview

"Nicht achselzuckend hinnehmen"

Politik | aus FALTER 32/06 vom 09.08.2006

Justizministerin Karin Gastinger (BZÖ) widmet sich momentan nur den schönen Seiten des Familienlebens - nämlich ihrem drei Wochen alten Sohn Max - und gibt keine Interviews. Beim Thema Gewalt gegen Frauen macht sie aber eine Ausnahme und kündigt im Falter weitereVerbesserungen für die Opfer an.

Falter: Eine Frau, die bei Gericht Schutz vor ihrem gewalttätigen Lebensgefährten suchte, wurde von der Richterin abgewiesen. Zwei Tage danach hat ihr Freund sie ermordet. Nimmt die Justiz Gewalt innerhalb der Familie nicht ernst?

Karin Gastinger: Nein, im Gegenteil: Es gibt innerhalb der Justiz ein hohes Maß an Sensibilität, das von uns auch ganz gezielt gefördert wird. Erst dieser Tage habe ich die Staatsanwaltschaften per Erlass angewiesen, die Zusammenarbeit mit den Interventionsstellen zu intensivieren. Aber das "Was wäre, wenn ...?" hilft niemandem weiter. Was wäre, wenn eine einstweilige Verfügung ergangen wäre, die der Täter dennoch gebrochen hätte? Diese einfachen Antworten


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