Back to Billie

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 32/06 vom 09.08.2006

Musik Christina Aguilera will die guten alten Zeiten der Big Bands und des Blues ins Starmania-Zeitalter verpflanzen.

Schau mal, wer da singt: Ist das nicht Marilyn Monroe? Veronica Lake? Eine blonde Betty Page? Pop-Superstar Christina Aguilera hat sich im Booklet von "Back To Basics" in klassische Pin-up-Posen geworfen. Es sind nicht die einzigen Retrorollen, die die 25-jährige auf ihrem neuen Album mit vollem Einsatz spielt.

Die als positives Gegenbeispiel zu Britney Spears gehandelte Soulpopstimme Aguilera hat die guten alten Zeiten entdeckt und zollt 2006 den Stars ihrer Großmütter Tribut. Irgendwo verständlich: Wenn es seit dem Karrierebeginn in den ausgehenden Neunzigerjahren keine signifikanten Veränderungen gegeben hat - Linda Perry schreibt die Songs, für die grobmotorische Abstimmung werden R-'n'-B-Produzenten engagiert -, bleibt auf der Suche nach Innovationen nur der Blick zurück nach vorn.

Mit den Dekaden nimmt es Aguilera auf ihrer Zeitreise allerdings nichts so genau.


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