Bilderbuch

Kultur | aus FALTER 32/06 vom 09.08.2006

Hans Holbein der Jüngere (1497-1543) stammte aus einer bedeutenden Augsburger Künstlerfamilie. Anlässlich einer Schau im Basler Kunstmuseum ist nun ein ausführlicher Band zu seiner Schweizer Schaffensperiode erschienen. Darin findet sich auch das Gemälde "Die Gesandten", dessen reiche Symbolik durch einen gruselig schiefen Totenkopf im Vordergrund betont wird. Die dargestellten Globen und Sonnenuhren veweisen auf Ort und Zeit der Szene, auf den Karfreitag 1533 zwischen drei und vier Uhr in London. Der für das Bild so wichtige Winkel von 27 Grad, in dem auch der Schädel verzerrt ist, bezeichnet den Sonnenstand in der Todesstunde Christi.

Christian Müller (Hg.): Hans Holbein der Jüngere. Die Jahre in Basel 1515-1532. München 2006 (Prestel). 528 S., O 60,70 / N. S.


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